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Was kostet eine Website? Transparente Preise für 2026

15.02.20269 Min. Lesezeit
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„Was kostet eine Website?“ googeln Selbstständige ungefähr so oft wie „Warum zieht meine Kaffeemaschine morgens nicht durch“. Und die Antwort ist meistens genauso unbefriedigend: „Das kommt ganz darauf an.“ Schluss damit. Heute gibt es echte Zahlen statt Marketing-Nebel — und ja, der eine oder andere Kalauer schleicht sich ein. Ist halt Berufsrisiko.

Die drei Kostenblöcke einer Website

Eine Website ist preislich ein bisschen wie ein Auto: Es gibt den Anschaffungspreis, den Sprit und ab und zu die Werkstatt. Konkret zahlst du in drei Töpfen — die einmalige Erstellung (Konzept, Design, Code), die Bereitstellung (Domain, Hosting, SSL) und den laufenden Betrieb (Wartung, Updates, Rechtstexte). Wer nur auf den ersten Topf schaut, staunt später wie beim ersten Werkstattbesuch.

Das Ärgerliche an den meisten Angeboten im Netz: Sie nennen nur Topf eins und schweigen über zwei und drei. Deshalb gehen wir hier alle drei durch, mit Zahlen, die du in deinen Taschenrechner tippen kannst.

1. Die einmalige Erstellung: Baukasten gegen Agentur

Du kannst deine Website mit Wix oder Jimdo selbst zusammenklicken. Das ist wie ein Regal vom schwedischen Möbelhaus: theoretisch in 20 Minuten erledigt, praktisch sitzt du Sonntagabend mit drei übrigen Schrauben und einer kleinen Sinnkrise da. Du zahlst hier vor allem mit Lebenszeit — und das Ergebnis sieht oft auch ein wenig nach Sonntagabend aus.

Eine Agentur nimmt dir das ab. Ein schlüsselfertiger Onepager liegt meist zwischen 499 € und 1.500 €, ein größerer Multipager je nach Anzahl der Unterseiten zwischen 700 € und 3.000 €. Nach oben ist die Skala offen: Sobald Shop, Buchungssystem oder Schnittstellen zur Warenwirtschaft dazukommen, landest du schnell im fünfstelligen Bereich. Für die allermeisten lokalen Betriebe ist das aber ungefähr so nötig wie ein Rennwagen für den Weg zum Bäcker.

Faustregel: Klingt das Angebot wie ein Lottogewinn, ist meistens dein eigener Zeitaufwand der Hauptgewinn.

Warum die Spanne so groß ist

Der Preisunterschied zwischen 499 € und 3.000 € liegt selten am Design. Er liegt an vier Dingen: Wer schreibt die Texte, wie viele Unterseiten gibt es, wie viele Sonderfunktionen sind dabei, und wie viel Overhead hat der Anbieter. Große Agenturen kalkulieren Projektmanager, Vertrieb und Bürofläche mit ein — das steckt in jeder Rechnung.

Der teuerste Posten in fast jedem Angebot sind übrigens die Texte. Nicht weil Schreiben so lange dauert, sondern weil das Gespräch davor Zeit kostet: Jemand muss verstehen, was dein Betrieb eigentlich macht, bevor er es aufschreiben kann. Anbieter, die auffällig günstig sind, sparen fast immer genau hier — und schicken dir stattdessen ein Formular mit der Bitte, deine Texte selbst zu liefern.

2. Laufende Kosten: günstiger als dein Streaming-Abo

Damit deine Seite unter deiner Wunschadresse erreichbar ist, brauchst du Hosting (den Server) und eine Domain (die Adresse). Zusammen sind das je nach Anbieter 5 € bis 15 € im Monat — also weniger, als du fürs Streamen von Serien ausgibst, die du nach zwei Folgen sowieso abbrichst.

Ein SSL-Zertifikat, also das kleine Schloss oben im Browser, sollte 2026 immer kostenlos dabei sein. Will jemand extra Geld dafür, darfst du höflich, aber bestimmt das Weite suchen. Dasselbe gilt für die Behauptung, eine Website müsse monatlich lizenziert werden. Das ist kein technisches Erfordernis, das ist ein Geschäftsmodell.

3. Wartung: das Thema, das alle überspringen

Der dritte Topf ist der, den fast jeder in der Kalkulation vergisst. Eine Website altert leise: Sicherheitslücken tauchen auf, Browser ändern ihr Verhalten, Rechtstexte werden von der Realität überholt. Wartungspakete beginnen bei etwa 30 € im Monat und enthalten üblicherweise Updates, Backups, Überwachung und aktuelle Rechtstexte.

Verpflichtend ist das nicht — du kannst deine Seite auch selbst pflegen. Nur solltest du dann wirklich hin und wieder draufschauen. Der Klassiker, den wir immer wieder finden: Das Kontaktformular sendet seit Monaten nicht mehr, und niemand hat es gemerkt, weil sich verständlicherweise niemand beschwert, dessen Nachricht nie ankam. Mehr dazu unter Website-Wartung.

Wo Sparen richtig wehtut

Sparen ist gut. Am falschen Ende sparen ist wie beim Dach: Fällt zunächst nicht auf, kostet später aber das Doppelte. Diese drei Stellen rächen sich besonders gern:

  • Datenschutz: Eine Abmahnung wegen falsch eingebundener Google Fonts kostet schnell mehr als die halbe Website.
  • Texte: „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ hat noch nie jemanden zum Anrufen gebracht.
  • Fotos: Das verpixelte Handybild von 2014 lässt selbst Top-Arbeit billig aussehen.

Eine Beispielrechnung über drei Jahre

Rechnen wir es einmal durch, damit die Zahlen greifbar werden. Ein Handwerksbetrieb lässt einen Onepager für 499 € netto bauen. Dazu Hosting und Domain für 10 € im Monat, macht 360 € über drei Jahre. Wartung für 30 € im Monat wären weitere 1.080 €, sind aber optional.

Ohne Wartung landest du bei rund 859 € für drei Jahre, mit Wartung bei etwa 1.939 €. Zum Vergleich: Ein Baukastensystem mit eigener Domain, werbefreier Darstellung und brauchbaren SEO-Funktionen liegt je nach Anbieter bei 20 bis 35 € im Monat — über drei Jahre also zwischen 720 € und 1.260 €. Nur gehört dir am Ende nichts davon.

Fazit: Was solltest du realistisch einplanen?

Für einen soliden, professionellen Auftritt als Unternehmer im Münsterland rechnest du mit einer einmaligen Investition von rund 500 € bis 1.000 €. Alles darunter wirkt schnell unfertig, alles deutlich darüber ist für die meisten kleinen Betriebe überdimensioniert — du brauchst keinen digitalen Wintergarten, wenn ein ordentliches Wohnzimmer reicht.

Und keine Sorge: Technikfan musst du dafür nicht sein. Unsere konkreten Zahlen stehen offen unter Preise & Tarife, und wenn du wissen willst, was in deinem Fall wirklich nötig ist, klären wir das in einer kostenlosen Erstberatung.

FAQ zum Thema

Gibt es bei euch versteckte Zusatzkosten?+

Nein. Nach unserem Erstgespräch erhältst du ein Festpreisangebot. Darin sind alle besprochenen Leistungen — Design, Texte, Programmierung, Rechtstexte — enthalten. Was nicht enthalten ist, steht ebenfalls drin. Keine Überraschungen, kein Kleingedrucktes mit der Lupe.

Kann das nicht einfach mein Neffe machen?+

Klar, und beim ersten Mal wird es auch irgendwie bunt. Das Problem kommt später: bei Ladezeit, Datenschutz und der Frage, wer rangeht, wenn die Seite samstags streikt. Fürs WLAN-Einrichten ist ein Neffe Gold wert — deine Geschäftsgrundlage sollte aber kein Schülerpraktikum sein.

Warum sind manche Angebote so viel teurer?+

Meist wegen Overhead und Umfang, seltener wegen Qualität. Große Agenturen kalkulieren Projektmanager, Vertrieb und Bürofläche mit ein. Dazu kommen Leistungen, die viele kleine Betriebe nicht brauchen: Redaktionssysteme, Mehrsprachigkeit, umfangreiche Workshops. Frag im Zweifel, was konkret im Preis steckt.

Was kostet es, eine bestehende Website überarbeiten zu lassen?+

Das hängt vom Zustand ab. Bei einer technisch gesunden Seite reichen oft gezielte Eingriffe an Texten, Ladezeit und Struktur. Bei stark veralteten Systemen ist ein Neuaufbau häufig günstiger als das Flicken — wir sagen dir im Erstgespräch ehrlich, welcher Fall vorliegt.

Muss ich alles auf einmal bezahlen?+

Bei größeren Projekten arbeiten wir üblicherweise mit zwei Teilzahlungen: eine bei Auftragserteilung, eine beim Livegang. Andere Aufteilungen lassen sich besprechen — das ist kein heikles Thema, sag einfach im Erstgespräch Bescheid.

MH

Geschrieben von Marcel Rene Heinrich

Gründer und Webdesigner von MH Studios. Erstellt professionelle, rechtssichere Websites für Unternehmen, Selbstständige und Betriebe jeder Branche im Münsterland.

Nächster Schritt

Wenn Ihr Außenauftritt so hochwertig wirken sollwie Ihre Arbeit.

In einer kurzen Erstberatung klären wir, wie Ihre neue Website aussehen sollte, welche Inhalte wirklich wichtig sind und welches Paket zu Ihrem Betrieb passt.