„Was kostet eine Website?“ googeln Selbstständige ungefähr so oft wie „Warum zieht meine Kaffeemaschine morgens nicht durch“. Und die Antwort ist meistens genauso unbefriedigend: „Das kommt ganz darauf an.“ Schluss damit. Heute gibt's echte Zahlen statt Marketing-Nebel — und ja, der eine oder andere Kalauer schleicht sich ein. Ist halt Berufsrisiko.
Die drei Kostenblöcke einer Website
Eine Website ist preislich ein bisschen wie ein Auto: Es gibt den Anschaffungspreis, den Sprit und ab und zu die Werkstatt. Konkret zahlst du in drei Töpfen — die einmalige Erstellung (Konzept, Design, Code), die Bereitstellung (Domain, Hosting, SSL) und den laufenden Betrieb (Wartung, Updates, Rechtstexte). Wer nur auf den ersten Topf schaut, staunt später wie beim ersten Werkstattbesuch.
1. Die einmalige Erstellung: Baukasten gegen Agentur
Du kannst deine Website mit Wix oder Jimdo selbst zusammenklicken. Das ist wie ein Regal vom schwedischen Möbelhaus: theoretisch in 20 Minuten erledigt, praktisch sitzt du Sonntagabend mit drei übrigen Schrauben und einer kleinen Sinnkrise da. Du zahlst hier vor allem mit Lebenszeit — und das Ergebnis sieht oft auch ein wenig nach Sonntagabend aus. Eine Agentur nimmt dir das ab: Ein schlüsselfertiger Onepager liegt meist zwischen 499 € und 1.500 €, ein größerer Multipager je nach Anzahl der Unterseiten zwischen 700 € und 3.000 €.
Faustregel: Klingt das Angebot wie ein Lottogewinn, ist meistens dein eigener Zeitaufwand der Hauptgewinn.
2. Laufende Kosten: günstiger als dein Streaming-Abo
Damit deine Seite unter www.dein-betrieb.de erreichbar ist, brauchst du Hosting (den Server) und eine Domain (die Adresse). Zusammen sind das je nach Anbieter 5 € bis 15 € im Monat — also weniger, als du fürs Streamen von Serien ausgibst, die du nach zwei Folgen sowieso abbrichst. Ein SSL-Zertifikat (das kleine Schloss oben im Browser) sollte 2026 immer kostenlos dabei sein. Will jemand extra Geld dafür, darfst du höflich, aber bestimmt das Weite suchen.
Wo Sparen richtig wehtut
Sparen ist gut. Am falschen Ende sparen ist wie beim Dach: Fällt zunächst nicht auf, kostet später aber das Doppelte. Diese drei Stellen rächen sich besonders gern:
- Datenschutz: Eine Abmahnung wegen falsch eingebundener Google Fonts kostet schnell mehr als die halbe Website.
- Texte: „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ hat noch nie jemanden zum Anrufen gebracht.
- Fotos: Das verpixelte Handybild von 2014 lässt selbst Top-Arbeit billig aussehen.
Fazit: Was solltest du realistisch einplanen?
Für einen soliden, professionellen Auftritt als Unternehmer im Münsterland rechnest du mit einer einmaligen Investition von rund 500 € bis 1.000 €. Alles darunter wirkt schnell unfertig, alles deutlich darüber ist für die meisten kleinen Betriebe überdimensioniert — du brauchst keinen digitalen Wintergarten, wenn ein ordentliches Wohnzimmer reicht. Und keine Sorge: Technikfan musst du dafür nicht sein. Dafür gibt's ja uns.
FAQ zum Thema
Gibt es bei euch versteckte Zusatzkosten?+
Nein. Nach unserem Erstgespräch erhältst du ein Festpreisangebot. Darin sind alle besprochenen Leistungen (Design, Texte, Programmierung) enthalten — keine Überraschungen, kein Kleingedrucktes mit der Lupe.
Kann das nicht einfach mein Neffe machen?+
Klar, und beim ersten Mal wird's auch irgendwie bunt. Das Problem kommt später: bei Ladezeit, Datenschutz und der Frage, wer rangeht, wenn die Seite samstags streikt. Fürs WLAN-Einrichten ist ein Neffe Gold wert — deine Geschäftsgrundlage sollte aber kein Schülerpraktikum sein.
Geschrieben von Marcel Rene Heinrich
Gründer und Webdesigner von MH Studios. Erstellt professionelle, rechtssichere Websites für Unternehmen, Selbstständige und Betriebe jeder Branche im Münsterland.
