MH Studios

Homepage-Baukasten vs. Webdesign-Agentur: Entscheidungshilfe

14.04.20267 Min. Lesezeit
mh-studios.de/blog/webdesign/homepage-baukasten-vs-agentur

Selber bauen oder bauen lassen? Diese Entscheidung fühlt sich an wie die Frage, ob man den Kleiderschrank selbst aufbaut oder den Profi holt — nur dass die Website dich nicht einen Sonntag, sondern dein halbes Marketing kostet, wenn sie schiefgeht. Vier ehrliche Fragen bringen dich zur Antwort.

Die vier Fragen, die alles klären

Beantworte diese vier Punkte ehrlich — und du weißt ziemlich genau, in welche Richtung es gehen sollte:

  • Zeit: Hast du wirklich Lust, dich nach Feierabend in Webdesign, Datenschutz und Cookie-Banner einzulesen? Und zwar ehrlich jetzt, nicht „theoretisch schon“.
  • Design: Reicht dir ein Standard-Template, das auch dein Mitbewerber zwei Straßen weiter nutzt?
  • SEO: Musst du in einer hart umkämpften Stadt gefunden werden — oder kennt dich ohnehin schon das halbe Dorf?
  • Rechtssicherheit: Traust du dir zu, Impressum und Datenschutz abmahnsicher selbst aufzusetzen?

Drei- oder viermal ein zögerliches „eher nicht“? Dann ist die Agentur dein Freund. Viermal ein klares „kein Problem“? Allen Respekt — dann leg los, der Baukasten wartet schon auf dich.

Frage 1 im Detail: Wie viel Zeit kostet das wirklich?

Die Werbung verspricht fünf Minuten. Die Realität für eine Seite, die du auch Kunden zeigen willst, liegt zwischen 20 und 40 Stunden. Das Bauen selbst ist dabei der kleinere Teil — die Zeit geht für Texte drauf, für die Bildersuche, für die Frage, welche Reihenfolge sinnvoll ist, und für den Nachmittag, an dem du dich durch Datenschutzhinweise arbeitest.

Rechne diese Stunden mit deinem eigenen Stundensatz gegen. Für die meisten Selbstständigen ist das der Punkt, an dem die Diskussion endet — und zwar unabhängig davon, wie gut man selbst am Rechner ist.

Frage 2 im Detail: Wie sehr stört dich ein Standard-Template?

Ehrliche Einordnung: Ein gutes Template ist besser als ein schlechtes Individualdesign. Das Problem ist nicht die Vorlage an sich, sondern dass Vorlagen für den Durchschnitt gebaut sind. Deine Besonderheit — der Grund, warum Kunden ausgerechnet dich beauftragen — steht darin nicht vorn.

In manchen Branchen ist das egal. In Märkten mit viel Wettbewerb ist es der Unterschied zwischen einem von vielen und dem, der kompetent wirkte.

Frage 3 im Detail: Wie umkämpft ist dein Markt?

Das ist der Punkt mit den größten Unterschieden. Ein Betrieb in einer kleineren Stadt, der ohnehin über Empfehlungen läuft, braucht die Website vor allem als Visitenkarte — da reicht ein Baukasten oft völlig.

Wer dagegen in einer Stadt wie Münster gegen zwanzig Wettbewerber antritt, für den ist Sichtbarkeit das ganze Geschäft. Dort entscheiden Ladezeit, Struktur und Inhalte über die vorderen Plätze — und genau dort stößt ein Baukasten an Grenzen. Worauf es dabei ankommt, steht unter SEO-Optimierung.

Frage 4 im Detail: Wie riskant ist Selbermachen rechtlich?

Das ist der Bereich, in dem Selbermachen am meisten kosten kann. Impressumspflicht, Datenschutzerklärung, Einwilligung für Cookies, datenschutzkonform eingebundene Schriftarten und Karten — jeder dieser Punkte ist einzeln machbar, aber in Summe kommt einiges zusammen.

Der häufigste Fehler passiert unbemerkt: Ein Kartenelement oder eine Schriftart wird eingebunden und überträgt Daten, bevor jemand zugestimmt hat. Sichtbar ist davon nichts. Wer selbst baut, sollte diesen Punkt besonders gewissenhaft prüfen — hier ist Halbwissen teurer als Nichtwissen.

Beim Kleiderschrank merkst du sofort, wenn du eine Schraube vergessen hast. Bei der Website erst, wenn der Brief kommt.

Der Mittelweg, den die meisten übersehen

Die Entscheidung ist selten ein Entweder-oder. In den meisten unserer Projekte läuft es auf eine Arbeitsteilung hinaus: Wir bauen das Fundament — Struktur, Design, Technik, Texte, Rechtstexte — und du pflegst danach selbst, was sich ändert.

Neue Preise, andere Öffnungszeiten, aktuelle Projektfotos: alles ohne Programmierkenntnisse und ohne uns anzurufen. Du bekommst Profi-Qualität dort, wo Fehler teuer sind, und Unabhängigkeit dort, wo es um Kleinigkeiten geht. Wie das im Projekt abläuft, steht unter Unser Ablauf.

Was der Vergleich über fünf Jahre wirklich ergibt

Rechnen wir beide Wege einmal sauber gegeneinander, weil die Monatspreise in der Werbung selten die ganze Geschichte erzählen.

Baukasten mit Business-Tarif: 20 bis 35 € im Monat für eigene Domain, werbefreie Darstellung und brauchbare Funktionen. Über fünf Jahre sind das 1.200 € bis 2.100 €, dazu 20 bis 40 Stunden deiner Zeit am Anfang. Am Ende gehört dir die Seite nicht.

Agenturprojekt: einmalig ab 499 € plus rund 10 € Hosting monatlich, macht über fünf Jahre etwa 1.099 €. Dein Zeitaufwand liegt bei zwei bis drei Stunden, und die Website gehört dir. Wer zusätzlich Wartung bucht, landet bei rund 2.900 € — dafür kümmert sich jemand um Updates, Backups und Rechtstexte.

Die Zahlen sind näher beieinander, als beide Lager gern behaupten. Der eigentliche Unterschied ist nicht der Preis, sondern wo dein Aufwand landet und wem am Ende gehört, was entstanden ist.

Die Frage hinter den vier Fragen

Wenn du dich nach all dem immer noch nicht entscheiden kannst, hilft eine letzte Überlegung: Wie viel Umsatz hängt an dieser Website?

Kommen deine Aufträge fast ausschließlich über Empfehlungen und Stammkunden, ist die Website eine digitale Visitenkarte. Dann reicht ein Baukasten, und jede Stunde mehr Aufwand ist verschenkt. Sollen darüber neue Kunden kommen, die dich vorher nicht kannten, ist sie ein Vertriebskanal — und Vertriebskanäle baut man nicht nebenbei am Sonntagabend.

Diese Frage lässt sich in einer Minute beantworten und ersetzt die meisten längeren Abwägungen. Falls du unsicher bist, wo dein Betrieb steht: Das Erstgespräch ist genau dafür da, kostet nichts und endet auch mal mit dem Rat, es selbst zu machen.

FAQ zum Thema

Gibt es auch einen Mittelweg?+

Ja: Wir bauen das Fundament professionell auf, und du pflegst danach Texte und Bilder selbst. So bekommst du Profi-Qualität, ohne bei jeder Kleinigkeit zum Hörer greifen zu müssen. Das ist bei den meisten unserer Kunden das gewählte Modell.

Wie viel Zeit muss ich für eine Baukasten-Seite einplanen?+

Realistisch 20 bis 40 Stunden für eine Seite, die du Kunden zeigen willst — verteilt auf Abende und Wochenenden. Der Aufbau selbst geht schnell, die Zeit geht für Texte, Bilder, Struktur und Rechtstexte drauf.

Ich bin technisch fit. Spricht dann noch etwas gegen Selbermachen?+

Technik ist selten das Hindernis. Die zwei kritischen Punkte sind Zeit und Rechtssicherheit. Wenn du beides im Griff hast und die Website nicht dein wichtigster Vertriebskanal ist, spricht wenig dagegen — dann bau sie selbst.

Kann ich erst selbst bauen und später wechseln?+

Ja, das machen viele so. Wichtig ist nur, die Domain separat zu registrieren, damit sie dir gehört, und beim Wechsel Weiterleitungen einzurichten, damit erarbeitete Google-Platzierungen erhalten bleiben.

MH

Geschrieben von Marcel Rene Heinrich

Gründer und Webdesigner von MH Studios. Erstellt professionelle, rechtssichere Websites für Unternehmen, Selbstständige und Betriebe jeder Branche im Münsterland.

Nächster Schritt

Wenn Ihr Außenauftritt so hochwertig wirken sollwie Ihre Arbeit.

In einer kurzen Erstberatung klären wir, wie Ihre neue Website aussehen sollte, welche Inhalte wirklich wichtig sind und welches Paket zu Ihrem Betrieb passt.